Statuten

Zweck

Art. 1
Die Ehrengaben-Schützengesellschaft Stäfa hat den Zweck, die nach altherkömmlichem Brauch als Zeichen der Verbundenheit mit der Gemeinde Stäfa gespendeten Hochzeit- und Ehrengaben nach einer geregelten Schützenordnung zu verschiessen. Der Schiessanlass soll stets einen freundlichen, geselligen Charakter tragen.

Mitgliedschaft

Art. 2
Mitglied der Gesellschaft kann jeder in der Gemeinde Stäfa Niedergelassene werden, der bei seiner Verehelichung eine Gabe von mindestens Fr. 20.-- an die Gesellschaft leistet. Bei wiederholter Verehelichung ist jeweils wieder eine Gabe von mindestens Fr. 20.-- zu spenden, ansonsten die Mit-gliedschaft aufgehoben würde.
Die Gesellschaft räumt wegziehenden Mitgliedern das Recht ein - sofern sie aktiv in einer Stäfner- oder Ueriker-Schützensektion schiessen - am Schiessanlass teilzunehmen.
Des weiteren können alle mindesten 17 Jahre alten Einwohner der Gemeinde als Gesellschafter aufgenommen werden, wenn sie den genannten Betrag entrichten.

Art. 3
Die Gesellschaft räumt unverheirateten, mindestens 17-jährigen Söhnen und Töchtern von Gesellschaftern, die in der Gemeinde wohnen, bis zum 25. Altersjahr das Recht ein, ohne Beitragsleistung an den Schiessen teilzunehmen. Dieses Recht wird jedoch aufgehoben, wenn

a) das betreffende Mitglied bei seiner möglichen Wiederverheiratung den Bestimmungen von Art. 2 nicht nachkommt
b) das elterliche Mitglied aus der Gemeinde wegzieht

Art. 4
Im Aktiv-Bürgerrecht eingestellte Personen werden nicht in die Gesellschaft aufgenommen. Der Vorstand schliesst im Aktiv-Bürgerrecht eingestellte Personen aus der Gesellschaft aus. Wieder in ihre Rechte eingesetzte Personen werden wieder aufgenommen.

Art. 5
Mitglieder, welche die Ehre des Vereins und die gute Beziehungen unter den Mitgliedern schädigen, können aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Den Ausschluss beschliesst auf Antrag des Vorstandes die Generalversammlung mit einfacher Mehrheit.

Art. 6
Jedes Gesellschaftsmitglied erhält eine Ausweiskarte, die bei jedem Schiessen dem Büro vorzuweisen ist. Mitglieder sind in der jeweiligen Publikation des Schiessanlasses auf diese Bestimmung aufmerksam zu machen.

Vereinsorgane

Art. 7
Die Vereinsorgane sind:
- die Generalversammlung
- der Vorstand
- die Rechnungsrevisoren

Art. 8
Die ordentliche Generalversammlung ist alljährlich nach dem Schiessen durchzuführen und behandelt folgende Geschäfte zwingend:

a) Verlesen und Abnahme des Protokolls
b) Abnahme der Rechnung
c) Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren
d) Festlegung des Schiessplanes für das folgende Jahr
e) Festlegung der Preise für Doppel- und Übungskehr
f) Allfällig Weiteres
g) Absenden

An jeder Generalversammlung sind die anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
Eine ausserordentliche Generalversammlung kann vom Vorstand oder muss auf Begehren von mindestens 30 Mitgliedern einberufen werden.

Art. 9
Der Vorstand

a) Zur Leitung der Gesellschaft wird jeweils an der Generalversammlung in offener Abstimmung für die Dauer von 2 Jahren ein Vorstand mit 7 Mitgliedern gewählt. Aus diesen 7 Mitgliedern wählt die Generalversammlung ausserdem den Präsidenten. Im übrigen konstituiert sich der Vorstand selbst.
b) Die Obliegenheiten des Vorstandes sind:

Präsident:
Leitet die Versammlungen und Vorstandsitzungen. Bei Stimmengleichheit in Sachgeschäften hat er den Stichentscheid.
Vizepräsident:
Vertritt den Präsidenten im Verhinderungsfalle.
Aktuar:
Führt ein genaues Protokoll über die Versammlungen und Vorstandssitzungen der Gesellschaft und besorgt ausserdem die erforderliche Korrespondenzen.
Kassier:

Hat alljährlich genaue Rechnung abzulegen, ausserdem führt er ein Mitgliederverzeichnis. Für seine Bemühungen bezieht er eine angemessene Entschädigung.
Schützenmeister:
Ist verantwortlich für einen korrekten Schiessbetrieb. Trägt die Verantwortung für die Einhaltung der Schiessvorschriften.
Einzügern:
Steht das Anrecht auf 15% der erhaltenen Gaben als Inkassobetrag zu.
Übrige 2 Mitglieder:
Haben die genannten Funktionäre in ihren Arbeiten zu unterstützen.

c) Dem gesamten Vorstand obliegen:

- Handhabung der Statuten und des Schiessplanes
- Einberufung zu den Versammlungen und Schiessen
- Vorberatung und Festsetzung der Geschäfte
- Vollziehung gefasster Beschlüsse
- Anstellung und Besoldung der Zeiger

d) Im Falle der Demission des ganzen Vorstandes sind die vier Mitglieder mit der kürzesten Amtsdauer verpflichtet, eine Wahl nochmals anzunehmen.
f) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 5 Mitglieder anwesend sind.

Art. 10
Die Generalversammlung wählt 2 Rechnungsrevisoren auf die Dauer von 2 Jahren; sie haben die Rechnung zu prüfen und der Generalversammlung Bericht zu erstatten und Antrag zu stellen.

Durchführung des Schiessens

Art. 11
Alljährlich soll je nach Eingang der Ehrengaben ein Schiessen veranstaltet werden. Dessen Durchführung ist zweimal in der Zü-richsee-Zeitung zu publizieren. Die Festsetzung des jeweiligen Gabensatzes ist Sache des Vorstandes.

Art. 12
An jedem Gesellschaftsschiessen ist im Schiessstand ein genaues Verzeichnis der Ehrengaben sowie die Gabenliste des betreffenden Schiesstages anzuschlagen.

Art. 13
Wer den im Schiessplan festgelegten Vorschriften zuwiderhandelt oder den Weisungen des Vorstandes nicht nachkommt, kann aus dem Schiessstand weggewiesen werden.

Art. 14
Die eingegangenen Ehrengaben (Natural- und Bargaben) sind grundsätzlich dem Ehrengabenstich zuzuteilen. Der Vorstand kann jedoch einen Teil andern Stichen zuweisen. Die Zinsen des Gesellschaftskapitals sind zur Deckung der Verwaltungskosten zu verwenden. Die Unkosten für die Zeiger werden aus dem Erlös der Doppelgelder und des Übungskehrs bestritten, desgleichen die Insertionskosten für die Schiess-Publikationen.
Die Hülsen sind zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Der Erlös geht in die Gesellschaftskasse.

Art. 15
Die Gabe des Auszahlungsstiches wird aufgrund des Doppels an den Schützen oder deren Stellvertretung abgegeben.
Die Gabe des Ehrengabenstiches wird in der Reihenfolge der anwesenden Rangierten abgeholt. Am Schluss wird die Gabe der nicht Anwesenden an deren Stellvertretungen abgegeben.

Versicherung

Art.16
Sämtliche Mitglieder sowie die Zeiger sind gegen Unfall bei der Unfallversicherung Schweizerischer Schützenvereine zu versichern. Die Versicherungsprämie wird durch die Gesellschaft entrichtet.

Auflösung

Art. 17
Im Falle einer Auflösung des Vereins wird das Vermögen einem Verein mit ähnlicher Zielsetzung zugewiesen.

Statuten

Art. 18
Eine Revision der Statuten kann jederzeit stattfinden, jedoch nur auf Antrag des Vorstandes oder auf Begehren von mindestens 30 Mitgliedern. Das Revisionsgesuch ist im letztgenannten Fall 10 Tage vor der Einladung zur Generalversammlung dem Vorstand einzureichen.
Statutenrevisionen und Vereinsauflösung bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der an der Generalversammlung anwesenden Mitglieder.

Art. 19
Die vorliegenden Statuten sind von der heutigen Generalversammlung genehmigt worden und treten sofort in Kraft.
Sie ersetzen die im Jahre 1976 revidierten Statuten.


Stäfa, 10. September 1995
Hochzeit- und Ehrengaben-Schützengesellschaft Stäfa


Der Präsident:
Peter Bertsch

Der Aktuar:
Markus Moser